|
Der Immobilienmarkt Wien ist ein Markt mit Zukunft: Als
florierender Wirtschaftsstandort im Herzen Europas mit
stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
bietet unsere Stadt Unternehmern und Investoren ideale
Voraussetzungen, und die bevorstehende Erweiterung der
Europäischen Union, die praktisch vor unserer
Haustür stattfindet, wirkt sich auf die zahlreichen
Vorteile, die die Betriebe hier vorfinden, wie ein
Multiplikator aus. Aber eines ist klar, und darüber
sind sich alle Experten einig: Ein ausuferndes Angebot, das
die Nachfrage übersteigt, wäre für diesen
Markt in jedem Fall von Nachteil", erklärt der
Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Nettig,
die Hintergründe der erfolgreichen Entwicklung des
Wiener Immobilienmarkts in den letzten Jahren.
Komm.Rat Brigitte Jank, Obfrau der Fachgruppe Immobilien-
und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Wien
und Inhaberin der Immobilienkanzlei Jank & Partner Real
Estate Services GmbH, bestätigt: "Das Angebot hat in
letzter Zeit zugenommen, doch die Top-Lagen werden sowohl
bei den Neubauten als auch im Althausbereich stark
nachgefragt. Für verkehrstechnisch gut aufgeschlossene
Immobilien, die noch dazu mit guter Infrastruktur punkten -
dazu zählen etwa in ausreichender Anzahl vorhandene
Parkplätze oder auch genügend
Kinderbetreuungseinrichtungen - sowie für die Neubauten
in den in den letzten Jahren errichteten
Bürotürmen gibt es in jedem Fall zahlreiche
Interessenten."
"Insgesamt gilt für den Wiener Büromarkt, dass
- vor allem bei weniger guter Lage - die Nachfrage zurzeit
geringer ist als das Angebot, die Top-Objekte in der
Innenstadt, in den angrenzenden Gebieten wie in der
Josefstadt oder im zweiten Bezirk sind aber nach wie vor
heiß begehrt", erklärt Klaus Edelhauser,
Vorstandsdirektor der Generali Vermögens- und
Immobilienverwaltungs AG.
Top-Qualität - zu besten Preisen
Aus gutem Grund: Denn die Mieten für die -
ausreichend vorhandenen - Büroflächen in Wien sind
stabil und noch dazu im internationalen Vergleich sehr
niedrig: Während Unternehmer für einen
Quadratmeter Bürofläche in London, dem absolut
teuersten Pflaster Europas, für Wiener
Verhältnisse unvorstellbare 1.468,- E, in Paris 804,- E
und in Madrid immerhin noch 480,- E pro Jahr hinlegen
müssen, kommen sie in der österreichischen
Bundeshauptstadt (die im aktuellen internationalen Ranking
des renommierten Unternehmensberaters William M. Mercer in
Sachen Lebensqualität den zweiten Platz einnimmt) mit
Höchstmieten von 264,- E per anno überzeugend
günstig davon - und das sind die absoluten Spitzenwerte
in den Prestigeetagen von bestgelegenen Bürotürmen
sowie in repräsentativen Innenstadtpalais (Stand Ende
2002). Die Durchschnittsmieten liegen in Wien zurzeit bei
etwa 140,- E pro Jahr.
Gute Rahmenbedingungen verbessern
Auch im internationalen Vergleich ist der Wiener
Büromarkt - national gesehen natürlich die
absolute Nummer eins - äußerst interessant: Wien
zeichnet sich durch hervorragende Lebensqualität ebenso
aus wie durch ausgezeichnet ausgebildete Arbeitskräfte
und hohe Produktivität, hohe soziale Standards und -
nicht zuletzt durch die gut funktionierende
Sozialpartnerschaft - sozialen Frieden: Österreich
begnügt sich in den internationalen Streikstatistiken
traditionell mit einem der letzten Plätze. Die kleine
Donaumetropole ist Sitz der Vereinten Nationen, der OSZE,
der OPEC, der IAEO und der UNIDO und weiterer bedeutender
Organisationen. Die österreichische Bundeshauptstadt
ist das politische und das Verwaltungszentrum der Republik,
die Amtswege sind ebenso kurz wie die in andere
europäische Metropolen, weshalb zahlreiche heimische
und internationale Großunternehmen sowie alle
österreichischen Großbanken Wien zum Sitz ihrer
Österreich- und immer öfter auch zu ihrer
Mittelosteuropazentrale machen - und Wien damit zu der
Dienstleistungszentrale im Zentrum Europas.
Durchwegs Qualitäten, die die Nachfrage auf dem
Immobilienmarkt noch steigern, wie auch Edelhauser
bestätigt: "Wien wirbt zu Recht seit Jahren erfolgreich
in aller Welt mit all diesen Vorteilen." Schon durch die
vorteilhafte Lage im Zentrum Europas ist die Positionierung
Wiens als Brücke zwischen Ost und West vor allem im
Hinblick auf internationale Investoren, die einen Standort
für ihre Mittelosteuropazentrale suchen, sehr von
Vorteil. Wien liegt im Schnittpunkt wichtiger
internationaler Hauptverkehrsrouten. "So vorteilhaft diese
Lage für Wien auch ist - sie verpflichtet auch: Dem
Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, der
Realisierung des Umfahrungsringes und der Nordautobahn rund
um Wien muss oberste Priorität eingeräumt werden",
so Edelhauser.
Die Leerstandsrate bei den Büroflächen in Wien
hat zum Ende des Vorjahres rund 5 Prozent betragen, womit,
bei einem Flächenangebot von rund 9,1 Mio. m2, momentan
etwa 450.0000 m2 leer stehen. Diese für den Immobilien-
und Investmentmarkt wichtige Quote wird mit Ende des Jahres
einen geschätzten Wert von 5,5 Prozent erreichen. "Die
aktuelle Leerstandsrate ist im internationalen Vergleich
gering und wird auf einem entwickelten Markt - wie der
Wiener Markt einer ist - als ,gesund' angesehen. Im heurigen
Jahr werden die Mietpreise konstant bleiben, in den weniger
interessanten Lagen erwarten wir ein leichtes Nachgeben der
Preise", so Dr. Eugen Otto, Inhaber der NAI Otto Immobilien
Real Estate Services und Präsident der
österreichischen Niederlassung der FIABCI, eines in
über 50 Ländern agierenden internationalen
Immobilienverbands, der sich der geschäftlichen
Kooperation sowie dem Austausch von Erfahrung und Know-how
verschrieben hat.
Investmentmarkt Wien - hoch im Kurs
Der Wiener Investmentmarkt, bis 1999 eher weniger
internationalisiert, war in den letzten Jahren von starker
Nachfrage insbesondere von Seiten ausländischer
Investoren geprägt: 2002 war ein Rekordjahr, noch nie
waren die Nachfrage und das Transaktionsvolumen derart hoch:
Immobilien stehen als Anlageform nach wie vor hoch im Kurs,
Wien hat in den Anlagestrategien vieler internationaler
Investoren einen festen Platz. Die wesentliche Grundlage -
ein stabiler Bürovermietungsmarkt - ist hier gegeben,
die Bruttorenditen für vollvermietete moderne
Büroimmobilien bewegten sich im Vorjahr zwischen 6,0
und 6,8 Prozent.
|