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Im modernen Geschäftsverkehr gewinnt die
Kommunikation per e-mail ständig an Bedeutung, bietet
zahlreiche Vorteile und ist für viele alltägliche
Arbeitsaufgaben schon beinahe unentbehrlich. Wer allerdings
per e-mail für sein Unternehmen werben möchte,
muss einige Spielregeln beachten: Um keine unzulässigen
so genannten Spam-Mails zu verschicken, ist eine
vorangehende Einwilligung des Empfängers erforderlich.
Diese kann konkret auf dem Postweg, bei einem
persönlichen Kontakt oder durch eine Zustimmung im
Rahmen eines Besuches Ihrer Website erfolgen. Die
Kontaktaufnahme mittels Telefon oder Fax ohne vorangehende
Einwilligung des Umworbenen verstößt gegen das
Gesetz.
Was ist Spam?
Laut Definition der Europäischen Kommission handelt
es sich bei Spam um unverlangt zugestellte e-mails.
Offiziell wird unterschieden zwischen:
Unsolicited Commercial Email (UCE) - unverlangte
kommerzielle Werbung per e-mail und
Unsolicited Bulk Email (UBE) - unverlangte
Massenmails
Von derartigem Massenversand von Werbe- oder
Rundsendungen bleiben laut Befragungen nur etwa 7 % der
Internet-Nutzer verschont. Bei 72 % der Spam-Mails handelt
es sich um Mails aus dem Bereich Erotik und
Pornographie.
Unerwünschte e-mail-Werbung
Laut aktuellen Umfragen erhalten im gesamten
deutschsprachigen Raum pro Woche ca. 500 Millionen
Internet-Nutzer Spam-Mails. Als unerwünschte
Nebenwirkungen verursachen diese Mails unter anderem Kosten
durch Downloadzeiten und Speicherplatz. Sie beanspruchen
Bandbreite (besonders beim Versand von Bildern oder
Multimediadateien) und können sogar zum Ausfall des
Mailservers führen - ganz zu schweigen von der Zeit,
die ihre Bearbeitung kostet.
Wie bekomme ich Spam?
Da die Versendung von e-mails relativ kostengünstig
ist, wird diese Form der Internet-Werbung immer beliebter.
Eine Massensendung kann einige Tausend Empfänger haben.
Auch bei nur einer oder zwei Antworten hat sich das Ganze
für den Werber vielleicht schon ausgezahlt. Spezielle
Programme ermöglichen es heutzutage schon, auf eine
schier unerschöpfliche Menge von e-mail-Adressen
zurückzugreifen - Programme zum Auslesen von Adressen
aus so genannten Newsgroups sind im Internet beispielsweise
leicht verfügbar. Risken für Internet-Benutzer
entstehen auch durch Angabe der e-mail-Adresse in
Eingabeformularen im Internet sowie durch das Weiterleiten
von "Witz"-Mails von Bekannten. Schließlich sind auf
den Web-Seiten mancher Firmen oder Organisationen die
e-mail-Adressen der Angestellten veröffentlicht und
somit für jeden zugänglich. Experten gehen
übrigens davon aus, dass sich die Anzahl von Spam-Mails
in Zukunft noch vervielfachen wird.
Was tun gegen Spam?
Das beste Mittel, um sich wirkungsvoll gegen Spam zu
schützen, ist, seine e-mail-Adresse nicht allzu publik
zu machen und sie nur dort zu verteilen, wo Seriosität
gewährleistet ist. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, sich für bestimmte Fälle
(Newsgroups etc.) eine oder mehrere anonyme
Gratis-e-mail-Adresse(n) zuzulegen, die dann im Internet
ohne Probleme veröffentlicht werden können. Sollte
eine Adresse mit Spam-Mails überladen werden, kann man
sie aufgeben und sich eine neue Adresse erstellen lassen.
Weiters gibt es diverse technische Hilfsmittel, mit denen
man sich zu Wehr setzen kann. So gibt es z.B. Spam-Filter
(spezielle Software), die auf bestimmte Reizwörter in
der Betreff-Zeile oder im Text reagieren. Die Mails
können direkt am Mail-Server überprüft und
auf Wunsch gelöscht werden. Bestimmte Absender
können auch im Vorhinein gesperrt werden.
Auch in den herkömmlichen Mail-Programmen (z.B.
Outlook) können individuelle Filter eingerichtet
werden. Die Schwierigkeit bei all diesen Maßnahmen ist
jedoch, dass möglicherweise auch legitime bzw.
erwünschte Mails automatisch gesperrt werden.
Da allen Filtern gemeinsam ist, dass sie relativ
aufwändig zu konfigurieren sind und ständig
nachjustiert werden müssen, sollten Sie sich für
detaillierte Infos jedenfalls an die Experten des
qualifizierten Fachhandels wenden.
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